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700 Jahre Chorweihe

1316 - 2016
700 Jahre Hoher Chor

Festwoche vom 3. bis 11. September 2016

Schirmherr: Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff
Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten
und Chef der Thüringer Staatskanzlei

Als die ersten sieben Brüder nach Erfurt kamen, im November 1224, waren sie beseelt von dem Wunsch, eine Niederlassung zur errichten, ein Haus nahe am Wasser, um ihre Füße waschen zu können. So beschreibt es Jordan von Giano viele Jahre später in seiner Chronik. Da war bereits eine große Kirche entstanden, ein Kloster mit einem bedeutenden Konvent, der nach Thüringen und Sachsen ausstrahlte, und bunte Glasfenster waren in Auftrag gegeben, im Chor der Kirche das Leben des Ordensgründers zu illustrieren. Ein großer Stadtbrand erfaßte 1291 auch das Barfüßerkloster und zerstörte den ersten Bau.
Am anderen Ufer der Gera hatten die Dominikaner nach 1260 den Bau des Predigerklosters begonnen. Diesem sollte die neue Kirche der Franziskaner nicht nachstehen. Sie betrauten einen erfahrenen Baumeister mit dieser Aufgabe. Der Laienbruder Rupert hatte schon am Bau des Halberstädter Klosters mitgewirkt, später arbeitete er am Klarissenkloster in Seußlitz im sächsischen Elbtal. Seine asketische Lebensweise erfüllte ihn mit einer Erscheinung der heiligen Jungfrau; vor allem deshalb genoß er ein hohes Ansehen bei den Franziskanern, die ihn nach Erfurt sandten.
Der von Bruder Rupert geleitete Bau wurde 1316 geweiht. Das Datum ist unbekannt. Ob Bruder Rupert den Weihetag erlebte, ist ebenfalls nicht überliefert, denn es heißt, er sei während des Baus verstorben. Sein Leib wurde auf dem Kirchhof südlich der Kirche (im heutigen Verlauf der Barfüßerstraße) begraben.
Sein Bauwerk aber kündet noch heute von der großen Kunstfertigkeit der gotischen Architekten und Handwerker.

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